Der Stiftungsrat der Nuclear-Free Future Award Foundation besteht aus:

  • Siegfried Adamzig (Vorstand)

  • Dr. Axel Berg (Stiftungsrat)

  • Hildegard von Meerscheidt-Hüllessem (Stiftungsrätin)

  • Hep Monatzeder (Stiftungsrat)

  • Luise Kinseher (Stiftungsrätin)

  • Frank Uhe (Stiftungsrat)

Gestiftet wurde die Nuclear-Free Future Award Foundation von:

  • Franz Moll

Vorstand und Stiftungsrat

v.l.n.r.
Hep Monatzeder, Franz Moll, Siegfried Adamzig, Hildegard von Meerscheidt-Hüllessem, Dr. Axel Berg, Luise Kinseher, Frank Uhe

Siegfried Adamzig

Vita:

Jahrgang: 1954
– Beruf: Jurist
– tätig als Mitglied der Geschäftsleitung eines mittelständigen Immobilienunternehmens in München

– Stiftungsvorstand seit Januar 2007

Geschäftliche Adresse: Lindwurmstraße 129a, 80337 München

Dr. Axel Berg

Vita:

– Jahrgang 1959
– Rechtsanwalt und Politologe
– Vorstandsassistent in der Transportversicherungsbranche
– Engagement für zahlreiche Bürgerinitiativen
– Direkt gewählter Bundestagsabgeordneter von 1998 bis 2009 im Wahlkreis München-Nord, davon 2002 und 2005 einziges Direktmandat der SPD in Bayern
– Mitglied im Wirtschaftsausschuss
– SPD-Obmann in der Energie-Enquetekommission
– Coautor des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG)
– Stellvertretender energiepolitischer Sprecher der SPD-Fraktion
– Gründer der Stiftung “energiewerk”
– Reisen in über 60 Länder mit Schwerpunkt Afrika als Werber für das EEG und für deutsche Technologien
– Initiator der Exportinitiative für Erneuerbare Energien
– Mitglied in vielen Beiräten und Kuratorien, z.B. Bundesverbände BioEnergie und Erneuerbare Energien, Dena, Deutsch-Mosambikanische Gesellschaft, e-Parliament, Green City Energy, Max-Planck-Institut, seit November 2009 Vorsitzender der Eurosolar-Sektion Deutschland.

Hildegard von Meerscheidt-Hüllessem

Vita:

  • Jahrgang 1957

  • Nach meinem geisteswissenschaftlichen Studium der Geschichte, Philosophie, Politik und Pädagogik

  • Einstieg in das Familienunternehmen, dessen große Entwicklungslinien ich mit den anderen Gesellschaftern gemeinsam gestalte.

  • Das Unternehmen ist im Bereich Filmtheater tätig und nimmt damit erheblichen Einfluss auf die Lebenseinstellung und Erfahrungshorizonte vieler Menschen.

  • In meinem Hauptberuf als Chan Mi Gong Lehrerin betone ich die Verbundenheit aller Lebewesen: In verschiedenen Übungen wird – schöpfend aus der alten chinesischen Tradition – das immer wieder neue sich Ausbalancieren der vitalen Kräfte geübt. Die Kursteilnehmer gewinnen so nicht nur  Zutrauen und Stärke für ihr privates Leben, sondern auch die Kraft, die Welt in einem ganzheitlichen Sinne mitzugestalten.

Hep Monatzeder

Vita:

  • Jahrgang 1951, zwei Kinder, Dipl.-Sozialpädagoge und Politologe,
  • Dritter Bürgermeister der Stadt München (1996-2014). Seit 1990 im Münchner Stadrat für Bündnis90/Die Grünen
  • Hep Monatzeder sorgt seit über einem Jahrzehnt dafür, dass Ökologie, nachhaltiges Wirtschaften, Liberalität, Chancengleichheit und die Interessen von Minderheiten – kurz: die Kernanliegen der Grünen – in der Stadtspitze präsent sind.
  • Sei es das Projekt “Saubere Isar”, das Windrad auf dem Fröttmaninger Müllberg, das Münchner Bündnis für Ökologie, die Einführung des Mobilitätsmanagements, die Förderung des Radverkehrs, der Runde Tisch für Muslime, die Städtepartnerschaft München-Harare, das Projekt “München hilft Batticaloa”, das Eine-Welt-Haus, das Kooperationsprojekt “Bildung für eine nachhaltige Entwicklung”, die Einrichtung einer Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen oder die Verankerung von Nachhaltigkeitszielen in der Stadtverwaltung.
  • Vorsitz im Finanz-, Umwelt-, Gesundheits-, Kreisverwaltungs- und Bauausschuss. Aufsichtsratvorsitzender der “Städtisches Klinikum München GmbH”, der “Deutsches Theater München Betriebs GmbH”, der “Münchner Volkstheater GmbH”, der “Gasteig Betriebsgesellschaft m.b.H.” und der “Pasinger Fabrik GmbH” sowie Vorstandsmitglied im bundesweiten Verein “Bündnisgrüner kommunaler Wahlbeamtinnen und Wahlbeamten e.V.”

Luise Kinseher

Motivation

Erst kürzlich hatte ich einen Auftritt in der Kulturhalle Grafenrheinfeld. Ich war überrascht: Der kleine mittelfränkische Ort hat einiges zu bieten! Ich würde sagen, kulturell ist Grafenrheinfeld auf Hauptstadt-Niveau! Die imposante Kulturhalle ist ausgestattet mit bestem Interieur, sie bietet sämtliche Raffinessen ausgeklügelter Bühnentechnik, mehr als komfortable Garderoben und eine grandiose Akustik. Der Grund: Man konnte es sich leisten! Das Kernkraftwerk spülte lange Zeit kräftig Geld in die Kassen; Grafenrheinfeld zählt zu den reichsten Gemeinden Bayerns. Doch damit ist erst einmal Schluss: das Kraftwerk ist abgeschaltet, die Energiewende greift, der Geldhahn ist abgedreht, dennoch habe ich niemanden getroffen, der dies beklagt hätte, alle schienen regelrecht erleichtert zu sein. Als ich das Thema in meinem Kabarettprogramm anspreche, ernte ich spontanen, zustimmenden Applaus. Die Menschen, die in der Nähe eines Atomkraftwerkes ihr Leben verbringen, existieren offenbar mit einem diffusen Gefühl verdrängter Angst, einem unterschwelligen Unwohlsein, sie spüren instinktiv den hohen Preis, den sie für ihren Wohlstand zu bezahlen haben. Und offenbar werden sich viele erst jetzt, da die Ursache dafür gebannt ist, darüber bewusst. Selbst bei den hartgesottensten Atomkraftbefürwortern ist das so. Allgemeine Erleichterung bestimmt das Grundgefühl in der Gemeinde, als sei ein böser Spuk an ihr vorüber gegangen. Dennoch wird die weltweite Atomlobby nicht müde, all die vermeintlichen Vorteile dieser Technologie zu preisen, das reicht vom Argument der einzigen „sauberen“ Energiequelle bis hin zum Friedensstifter, da „Verhinderer“ des 3. Weltkriegs. Perfider dürfte es kaum gehen. Ich bin mir sicher, wenn es uns gelänge, diese gefährliche Technologie nicht mehr weiter zu verfolgen, dann würde das bei der gesamten Weltbevölkerung nicht nur bei den Grafenrheinfeldern zu einem kollektiven Durchatmen führen. Ich bin ein fortschrittsfreudiger Mensch, ich bin begeistert von den Errungenschaften der Wissenschaft und neuen technischen Möglichkeiten. Ja, ich habe Vertrauen in den Fortschritt. Nicht aber in die Menschen. Denn es gehört offenbar zur menschlichen Natur, im Angesicht des materiellen Vorteils, die damit verbundenen Gefahren nicht in die Entscheidungsprozesse der Vernunft mit einzubeziehen, sondern in den Bereich dunkler, unbewusster Ängste zu verbannen. Auch der von modernster Technik abhängige, schwerkranke Starphysiker Stephen Hawking glaubt: Die größte Gefahr für den Menschen ist er selbst. Eindringlich warnte er unlängst vor einem selbst verschuldeten Untergang der Menschheit. Ein Atomkrieg gehöre unter anderem zu den existenziellen Gefahren der Menschheit. Er rät dazu, die Menschen sollten Wege finden, um sich im All auszubreiten, damit „ein Desaster auf der Erde nicht das Ende der Menschheit bedeuten würde.” Doch selbst ich als größter Fan von Raumschiff Enterprise und Freundin der Raumfahrt frage mich ernsthaft, warum müssen wir erst auf den Mars, um uns zu retten? Retten wir uns doch jetzt! Sofort! Hören wir auf mit dem Irrsinn Atomkraft.

Frank Uhe

Vita:

  • Jahrgang 1951, verheiratet, eine Tochter
  • Zweiter Bildungsweg, Ausbildung als Bankkaufmann
  • Studium der Germanistik und Sozialwissenschaften
  • Seit 40 Jahren aktiv in der Friedens-, Umwelt- und Menschenrechtsarbeit tätig, u.a. als Mitarbeiter der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (1984 -1993)
  • und in der Geschäftsführung der Deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung
    des Atomkrieges (IPPNW), Ärzte in sozialer Verantwortung (1994 bis 2016).

Franz Moll

Gründer der Stiftung

In einer radioaktiv verstrahlten Biospäre wird jedes Leben zum Siechtum. Menschen, die sich mit Phantasie und Tatkraft erfolgreich für eine Zukunft frei von Atomstrom und frei von Atomwaffen engagieren, werden mit dem Nuclear-Free Future Award ausgezeichnet.

“The unleashed power of the atom has changed everything save our modes of thinking, and thus we drift toward unparalleled catastrophe.”

                                                                                   –Albert Einstein