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Nuclear-Free Future
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EDUCATION

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PREBEN MAEGAARD

DENMARK

Oslo
24 September 2005

Preben Maegaard

Preben vergleicht gern die Natur mit dem von Menschenhand geschaffenen Environment: Allein das Energiepotential der Sonne an nur einem Tag läßt die weltweite Produktion von Kernenergie seit dem 27. Juni 1954, als in Obninsk südlich von Moskau der erste Reaktor ans Netz ging, bis heute ärmlich ausschauen.

Unser großer Reaktor, die Sonne, schickt aus der sicheren Entfernung von 149 597 870 Kilometern jeden Tag das 15 000 fache dessen auf die Erde, was wir an Energie global verbrauchen. Auf natürlichen Energiequellen umzuschalten, so Preben, setze einen gewaltigen gedanklichen Sprung voraus, ähnlich jenem Sprung des polnischen Astronomen Kopernikus, der die Wissenschaftler seiner Zeit mit der Behauptung provozierte, die Erde drehe sich um die Sonne und nicht umgekehrt. Dann ist da natürlich auch der Kostenfaktor: “Erneuerbare Energien sind immer etwas teurer als die konventionellen, doch letztere spiegeln nicht die enormen externen Kosten wieder, die sich aus ihrer Produktion ergeben; diese Kosten tragen die Menschen und die nachfolgenden Generationen.”

“Die konventionellen Energien spiegeln nicht die externen Kosten wieder.”

Prebens Resumee: “Die Herausforderung an unsere Generation ist die Entwicklung entsprechender Technologien, um den Reichtum an sauberer, erneuerbarer Energie in den Dienst der Menschheit zu stellen.” Für den Mann, der sich gern den Wind durch die weiße Mähne wehen läßt, ist der Zugang zu erneuerbarer Energie ein Menschenrecht. Die Erkenntnis, dass ein Drittel der Weltbevölkerung keinen Zugriff zu Strom hat veranlaßte den Wind-Pionier zu einem Schritt nach Afrika: Nach dem Modell seines dänischen Instituts gründete er in Bamako das Mali Folkecenter. Wenn die ersten Entzugserscheinungen auftauchen, wird sich die industrielle Gesellschaft vielleicht an die Achse Dänemark-Mali erinnern.

–Claus Biegert