The
Nuclear-Free Future
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SOLUTIONS

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JOSEPH LAISSIN MAILONG

CAMEROON

Munich
14 October 2014

Joseph Laissin Mailong

„Den Wind kann man nicht beherrschen, aber die Segel kann man ausrichten“, besagt ein jiddisches Sprichwort. Besser noch: Man kann ihn sanft und intelligent dazu bringen, kleine Windturbinen zu drehen,  um so Energie in Regionen zu bringen, in die keine Stromtrassen führen noch führen werden.

Joseph Laissin Mailong ist Kameruns Mr. Windpower. Er hat verschiedene Klein-Windanlagen im südlichen und nordwestlichen Kamerun installiert, um Elektrizität in diese abgelegenen Regionen zu bringen.

Regenerativ und atomfrei muss es sein, das lehrt und demonstriert Laissin und vermittelt es auch Schülern, für die „Windturbine Technology“ – nicht zuletzt dank Laissins Pionierarbeit – ein lohnendes berufliches Feld geworden ist. Eine seiner Basisentwicklungen ist ein verbesserter Wechselrichter (12 Volt auf 230 Volt), der es ermöglicht, dass Strom „gebrauchsfertig“ in Kameruns Dörfern zur Verfügung steht. In Kamerun ist nämlich die Landbevölkerung – anders als z.B. in Kenia – nicht gewohnt, Akkus zum Aufladen zwischen dem Generator und dem Haus hin und her zu transportieren.

Joseph Laissons Wechselrichter verschlingt bei seiner Herstellung nicht –wie sonst weltweit üblich – teures Material und Energie; er besteht ganz wesentlich aus Abfallstoffen und ist verblüffend wartungsfreundlich. Wartung ist ein Standardproblem in Weltregionen, wo Expertenwissen (oder auch nur technisches Grundverständnis) in aller Regel dünngesät sind. Afrika ist gespickt mit Entwicklungshilfe -Ruinen, die allesamt eine Sollbruchstelle hatten: Maintenance – Wartung.

Kaputte Hilfsgüter sind nicht nur nutzlos, sie beschädigen auch die Hoffnung und die Tatkraft. Die Segnungen der Moderne werden für deren Nutznießer schnell zum Fluch, wenn sie sich als nicht angepasst und daher als kurzlebig erweisen.

Daher hat Joseph schon früh begonnen, nicht nur angepasste Apparaturen zu konzipieren, sondern auch für deren fachgerechten Betrieb zu sorgen. Und weil es – auch wenn man, wie er, vorzugsweise auf der Grasswurzel-Ebene arbeitet – bisweilen nötig ist, oben anzusetzen, demonstrierte der Mann mit dem mitreißenden Lächeln kürzlich vor westafrikanischen Parlamentariern, dass seine Erfindung rund läuft.

„Nachdem ich das erste Mal Solarpanel und Solarlampen gesehen hatte, begann ich ich meine Lampen, die mit herkömmlichen Strom betrieben wurden, in Solarlampen zu verwandeln. Die Panel sind tragbar und können in Gebiete getragen werden, die Not leiden.“